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Dorfjubiläum vom 02.06. – 07.06.2020

777-jähriges

Bestehen unseres Ortes, mit Festwoche und großem Umzug feiern wir unser Jubiläum

Dorfjubiläum

777-jähriges

Bestehen unseres Ortes

vom 02.06. – 07.06.2020

mit Festwoche

und großem Umzug feiern wir unser Jubiläum

Dorfteich

Über die Gründung unseres Dorfes Möglenz ist nichts Genaues bekannt, doch man kann annehmen, dass es sich um eine wendische Ansiedlung handelt. Nach der Sage sollen an der Stelle des heutigen Möglenz zwei Dörfer gestanden haben, das eine „Mog“ (Richtung Zobersdorf), das andere „Lenz“ (Richtung Kosilenzien). Heute noch findet man in der Flurkarte die Bezeichnung die „Mogeln“ für eine Fläche Richtung Zobersdorf.

Auch ist aus der Geschichte bekannt, dass man auf diesem Gebiet beim Pflügen auf Mauerreste und andere Gegenstände gestoßen ist. Zu welcher Zeit diese beiden Dörfer untergegangen sind, oder zerstört wurden, ist nicht bekannt. Sie wurden neu aufgebaut und verschmolzen zu einem Dorf, das man 1243 Mogelenc/ 1346 Mogelentz / 1347 Mogelencz nannte und schrieb. Weil „Mog“ von „Mogila“ (Grabhügel) kommt und wendisch (sorbisch) ist, schließt man auf den wendischen Ursprung. So heißt „Möglenz“ eigentlich „Gräberdorf“.

Auszug historischer Daten

1243erste urkundliche Erwähnung
1673Bau einer Schule
1820Einweihung der neuen Kirche
1954Bau des Kindergartens
1964Gründung des Vereins
„SV Blau-Weiß Möglenz e.V.“
1970Erneuerung der Dorfkirche
1973Bau des Sportlerheimes
1976Neubau des Kindergartens &
Umbau der Kinderkrippe
1992Umsetzung & Erneuerung des
Denkmals für die Kriegsopfer
1998Gründung des Vereins
„Heimatverein Möglenz e.V.“
2009Gründung des Vereins
„Möglenzer Schwalbennest e.V.“
2014Kreissieger im Wettbewerb
„Unser Dorf hat Zukunft“
2020777-Jahrfeier mit Festwoche

Dass das Dorf Möglenz früher tatsächlich aus zwei Teilen bestand, geht daraus hervor, dass jeder Teil seinen eigenen „Ortsrichter“ hatte, dass heißt eigens verwaltet wurde. Der eine Teil „Lenz“ zahlte seine Steuern und Abgaben nach Mühlberg, weil durch den Besitzer Botho von Ileburg der Ortsteil im Jahr 1346 an das Kloster Güldenstern Mühlberg verkauft wurde. Der Vertrag wurde vom Lehnherrn, Kurfürst Rudolf von Sachsen, bestätigt.

Weide

Am 26. Juli 1817 kam über das Dorf ein großes Unglück. In einem Haus auf der westlichen Dorfseite brach ein Feuer aus, welches sich durch die schon längere Zeit anhaltende Trockenheit schnell ausbreitete. Die Strohdächer beider Dorfseiten wurden schnell vom Feuer erfasst und in Kürze war fast das Ganze Dorf eingeäschert. Die Rettung und Bergung war erschwert und fast unmöglich, da fast sämtliche rüstige Personen auf den Feldern beschäftigt waren. Ein Glück bei allem Unglück war, dass der Dorfhirte mit dem gesamten Großvieh auf der Weide war. Das schon eingefahrene Getreide, Kleider und Wirtschaftsgeräte waren verloren. Nur drei Gehöfte sind von dem Feuer verschont geblieben.

Viele Herzen und Hände öffneten sich zuerst in den Nachbargemeinden, die die aller notwendigsten Lebensbedürfnisse für Mensch und Tier herbeischafften z.B. wurden Notbauten errichtet. Bald wurde den Möglenzern Hilfe auch von weiteren Ortschaften des Kreises zuteil.

Kriegerdenkmal

Der damalige erste Landrat des Liebenwerdaer Kreises, Freiherr von Rechenberg, bewirkte bei der höheren Behörde die Bewilligung einer Kollekte. Die Gaben flossen so reichlich, dass die Kirche und die Schule aus Kollekten-Geldern wieder aufgebaut werden konnten. Im Jahre 1820 war der Kirchenneubau vollendet, zwei neue Glocken waren gegossen worden und eine neue Orgel wurde auch angeschafft.

Der erste Weltkrieg 1914-1918 und vor allem der zweite Weltkrieg 1939 – 1945 hatten für viele Möglenzer katastrophale Auswirkungen. Viele Einwohner mussten die Kriege mit ihrem Leben bezahlen. Das Denkmal auf dem Dorfanger erinnert heute mahnend an die Opfer.

In den Nachkriegsjahren bis zur Wende ist die landwirtschaftliche Produktion wie früher Haupterwerbsquelle in unserem Dorf gewesen. In dieser Zeit wurden Mittel zum Neubau des Kuhstalls, des Stützpunktes für die Landmaschinen und der Werkstatt bereitgestellt. Außerdem entstanden zwischen 1954 / 65 wichtige kommunale Einrichtungen, wie z. B. der Kindergarten, der anfangs nur in den Sommermonaten geführt wurde, und einem damaligen Bauwert von 20 000 Mark entsprach. Im Jahr 1973 kam dann noch das Sportlerheim hinzu.

Logo vom Möglenzer Schwalbennest e.V.

Zwischen 1976 und 1977 wurde unser Kindergarten neu gebaut und aus unserem bisherigen wurde eine Kinderkrippe. Dieser Kindergarten, heutzutage Kindertagestätte genannt, besteht immer noch und wurde bis 2009 unter der Trägerschaft der Stadt Bad Liebenwerda geführt. Ab 2010 wurde diese Aufgabe aber durch unseren am 25.05.2009 gegründeten Verein Möglenzer Schwalbennest e.V. übernommen.